Blower Door


Der Blower-Door-Test weist die Luftdichtheit einer Gebäudehülle nach und ist mit relativ geringem Aufwand durchführbar. Eine luftdichte Gebäudehülle ist ein entscheidendes Kriterium für ein funktionierendes Passivhaus. Aber auch für alle anderen Gebäude – egal ob Alt- oder Neubau – lohnt es sich, unkontrollierbare Luftwechselverluste durch Fugen in der Gebäudehülle zu minimieren und dadurch wertvolle Energie zu sparen.

 

Ein Blower-Door-Test muss nach DIN durchgeführt werden. Durch Leckageortung lässt sich herausfinden wo die Schwachpunkte des Gebäudes liegen und Bauteilanschlüsse nachgebessert werden müssen. Der Vorteil dieser Messmethode ist die zerstörungsfreie Prüfung der Gebäudehülle. Das heißt, man kann qualitative und quantitative Aussagen über Bauteile treffen ohne diese mit großem Aufwand und Schaden aufstemmen oder aufbohren zu müssen.

Messung:

Zur Durchführung der Messung spannt man das Messgerät in die Haus- oder Terrassentür ein. Das Messgerät besteht aus einem mit einer Plane bespannten Rahmen, in den ein Gebläse integriert ist. Mit Hilfe des Gebläses wird zunächst Luft aus dem Gebäude gesaugt, so dass ein leichter Unterdruck entsteht und Luft durch Fugen von außen nachströmt. Je nach Druckdifferent muss das Gebläse einen bestimmten Luftvolumenstrom erzeugen, um den eingestellten Druck aufrecht zu erhalten. Bei Häusern mit Fensterlüftung darf maximal das 3-fache, bei Häusern mit Lüftungsanlage maximal das 1,5-fache und bei Passivhäusern das 0,6-fache des Raumluftvolumens pro Stunde ausgetauscht werden.

 

Zur Mittelwertbildung wird die gleiche Prozedur anschließend mit Überdruck wiederholt. Nach Abschluss der Messung erhalten Sie von der durchführenden Spezialfirma eine Dokumentation und Auswertung der Messwerte zusammen mit einem Dichtheitszertifikat, welches die Luftwechselrate bei einem Luftdruck von 50 Pa als Mittelwert zwischen Über- und Unterdruck-Messung angibt.

 

Einzelne Schwachstellen sogenannte Leckagen, können zusätzlich zum Beispiel durch künstlichen Nebel oder Messgeräte lokalisiert und sichtbar gemacht werden. Durch den Blower-Door-Test wird lediglich der Luftwechsel des gesamten Gebäudes bestimmt, aus diesem Grund ist die Leckageortung entscheidend, wenn es darum geht Fehlerstellen auszubessern. Da der dichte, künstliche Nebel durch den erzeugten Überdruck an den undichten Stellen der Gebäudehülle austritt und diese anzeigt.

Zeitpunkt:

Die Blower-Door-Messung wird bei Neubauten zu einem Zeitpunkt empfohlen, an dem die luftdichte Ebene fertiggestellt, aber noch zugänglich ist. Das heißt Fenster sollten eingebaut und die Wände von innen verputzt sein, der Innenausbau mit Fliesen, Tapeten oder Gibskartonplatten sollte dagegen noch nicht begonnen sein. So sind Nachbesserungen relativ einfach und schnell durchzuführen und Leckagen können besser geortet werden. Nach Fertigstellung des Gebäudes kann eine weitere Messung für ein abschließendes Ergebnis folgen.
Bei Bestandsgebäuden ist es jederzeit möglich, die Messung durchzuführen. Das Ergebnis mit einer Leckageortung hilft im Falle einer Umbaumaßnahme bei der Sanierung der luftdichten Schicht oder gibt generell Auskunft über die Qualität des Wohnhauses.

Ein Blower-Door-Test ist ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Kontrolle der Bauausführung. Die Kosten für einen solchen Test halten sich in Grenzen und mittlerweile gibt es auch zahlreiche darauf spezialisierte Betriebe.


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